Gebet eines Esels:

Mein Gott,
du hast mich geschaffen,
dass ich über die Straße ziehe
immerzu,
und dass ich schwere Packen trage
immerzu,
und dass ich Schläge kriege
immerzu.
Gib mir viel guten Mut
und Sanft-Mut.
Mach,
dass man mich eines Tages
versteht
und ich nicht mehr immer
weinen möchte,
weil ich mich so schlecht ausdrücken kann
und man sich über mich lustig macht.
Mach,
dass ich eine schöne Distel finde und dass man mir Zeit lässt, sie zu pflücken.
Mach, dass ich eines Tages
meinen kleinen Bruder von der Krippe

 wiederfinde.

 

 

So schön das Leben mit Tieren ist, der Tod derer, die einem ans Herz gewachsen sind wird Bestandteil dieses Lebens sein.

Abschied nehmen ist eine der wenigen Dinge, die beim wiederholten Male nicht leichter werden. Aber das was die Tiere mir zu Lebzeiten geben, wiegt den Schmerz auf wenn sie gehen müssen.

 

Trude Herr, ein kölsches Unikum hat dazu mal ein schönes Lied geschrieben mit dem Refrain:

"Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier, es hat seinen Platz für immer bei mir!"

 

 

 

 

die Regenbogen-Kinder

Bubi

 

Der alte Herr mit geschätzt weit über 40 Jahren hat sich im Sommer 2016 von dieser Welt verabschiedet.

Gute Reise kleiner Mann!

Momo

 

Die blinde kleine Patriarchin mussten wir 2016 mit schwerem Katzenschnupfen einschläfern lassen.

Leb Wohl!

Krümel

 

Ein paar Wochen zu früh kam unser kleines Alpakafrühchen zur Welt. Trotz aller Bemühungen hat Krümel es nicht geschaft und starb nach 10 Tagen. 

Sanchez

 

irgndwann hat man das Recht zu gehen. Sanchez war geschätzt über 40 Jahre alt. Nach einem wenig schönen Leben konnte er die letzten Jahre friedlich, umsorgt und geliebt verbringen.

Im Februar 2015 musste ich Sanchez einschläfern lassen. Sicher gallopiert er gut gelaunt mit Bodo dem alten Stinker auf Wolke 147.

Loretta

 

Eine meine ersten Alpakastuten verstarb 2015.

Als stolzer chilenischer Wildfang war sie mir besonders ans Herz gewachsen.

Ihre stolze Seele lebt in ihren Fohlen weiter.

Bonita

 

Erst 2 Jahre alt starb 2015 die Stute Bonita.

Nach einem Darmvorfall konnte auch ein Klinikaufenthalt in Leipzig das Schlimmste nicht verhindern.

Manni

 

Im Juli 2013 zieht Manni aus dem Auerbacher Tierheim bei mir ein. Angekündigt als "nicht vermittelbar", bösartig, beißend und kratzend stiegt ein dürres, liebeshungriges Etwas aus der Transportbox und beschloss spontan alle Unarten abzulegen. Manni dürfte etwa 13 Jahre oder älter sein und scheint sein neues Zuhause, insbesondere die Fressnäpfe zu geniessen.

 

Im Februar 2015 musste ich Manni, den alten patriarchischen  Separatisten einschläfern. Du hinterlässt ein großes Loch!

Bodo

 

Ich habe lange gebraucht um diesen Abschnitt über meinen kleinen Querkopf Bodo schreiben zu können.

Manche Tiere brauchen eine gewisse Zeit, bis sie wirklich bei uns angekommen sind aber dann fällt es uns umso schwerer sie gehen zu lassen. Bodo war so ein Tier.

Anfänglich vertrug er sich mit meinem Charly, für den er als Begleiter gedacht war überhaupt nicht. Das ganze nahm Ausmaße an, dass ich nicht nur unzählige Jodtupfer verbrauchte sondern soweit war, Bodo zurückzugeben. Doch im Laufe der Zeit eroberte der Kleine mein Herz. Er war anders als alle anderen Esel. Er war ein kluger Separatist, immer unberechenbar und oft launisch. Ein undurchschaubarer, unbestechlicher Exzentriker, der genau wußte was er wollte und was nicht. Aber genauso verschmust und sehr fordernd, wenn er Schmuseeinheiten für nötig hielt. Und vielleicht gerade weil ihn die anderen Esel nicht mochten, mochte ich ihn umso mehr.

Im Herbst 2012 starb mein kleiner Querkopf, wahrscheinlich an einem sogenanten "Fettsturz". Kein Tier ist durch ein anderes zu ersetzen, aber Bodo wird mehr als alle anderen ein Unikat bleiben. Selbst Charly trauerte tagelang um den kleinen Terroristen. Wir vermissen dich.

 

Moritz

 

Im Februar 2012 verstarb mein kleiner, erst 1,5 Jahre alter Alpakawallach Moritz. Er war zusammen mit Jack 3 Monate zuvor auf den Hof gekommen. Trotz Tierarzt und Transport in die Tierklinik Leipzig war dem Kleinen nicht mehr zu helfen. Die Obduktion ergab ein Magengeschwür, eine Krankheit, die bei Alpakas stressbedingt nicht selten zum Tode führt.

Kastration, Umzug in ein neues Zuhause, neue Stutenherde und barbarische Temperaturen bis minus 25° waren wahrscheinlich für den zurückhaltenden Moritz zuviel. 

Wir sehen uns im nächsten Leben!